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Glossar

Digitale Transformation, Digital Business Transformation

Die Digitale Transformation ist Synonym für einen digitalen Veränderungsprozess, der die Gesellschaft insgesamt, aber auch in großen Umfang Handel und Industrie betrifft. Man spricht auch von Business Transformation oder Digital Business Transformation.

Basis der digitalen Transformation sind digitale Technologien, neue Kommunikations- und Handelsformen. Meist führt der digitale Veränderungsprozess zu einer Veränderung oder zumindest Überprüfung des Geschäftsmodells. Hierbei ist die ganzheitliche Veränderung des Unternehmens ein erfolgskritischer Faktor. Einkauf, Vertrieb, Marketing, Werbung Controlling, IT und Personal sind gleichermaßen gefragt, sich auf die Digitalisierung der Geschäftsprozesse einzustellen. Die Entwicklung und Schulung der Mitarbeiter ist von entscheidender Bedeutung, man spricht von Change-Management. Auch die beste externe Beratung kann nur dann nachhaltigen Erfolg sicherstellen, wenn Management und Führungskräfte geschlossen hinter dem Change stehen.

Im Handel fällt bei der Digitalen Transformation ein besonderer Fokus auf den Omnichannel Commerce. Hierbei geht es darum, alle Vertriebskanäle zu digitalisieren und damit dem Kunden ein konsistentes Einkaufserlebnis über alle Touchpoints wie Online Shop, Katalog, Filiale, Social Media etc. zu bieten – wo möglich mit Produktinformation in Echtzeit. Das Informations- und Kaufverhalten der Kunden diversifiziert sich zunehmend, die Kaufentscheidung wird kaum noch auf Basis eines einzelnen Impulses getroffen. Der Kunde bewegt sich innerhalb der Customer Journey über verschiedene Anstöße, bis die Kaufentscheidung final getroffen wird.

Produktdaten und deren Management, also effiziente Pflege, Anreicherung und automatisierte Ausleitung spielen bei der Versorgung der Kanäle eine entscheidende Rolle. Deshalb sind eine neutrale, unabhängige Beratung für MDM, PIM und Produkt-Daten-Management meist Teil von Projekten, bei denen die Digitale Transformation im Vordergrund steht.

 


 

MDM (Master Data Management) – Stammdatenverwaltung

In vielen größeren Unternehmen existieren aus unterschiedlichen Gründen oftmals mehrere Datenbanken, in denen sogenannte Stammdaten redundant gehalten werden. Im Falle eines Abgleichs der Daten bedeutet das in der Regel ein hoher Zeit- und Kostenaufwand. Um dem entgegenzuwirken, werden in einer Stammdatenverwaltung die Daten zentral verarbeitet, gepflegt und schnell in angeschlossene Systeme verteilt. Der englische Begriff für die Stammdatenverwaltung, „Master Data Management“, kurz MDM, ist auch im deutschsprachigen Raum sehr gängig.

Zentrale Verwaltung als Ausgangsbasis
Unter Master Data Management versteht man die Bündelung von Prozessen, Regeln, Dienstleistungen und Technologien, die nötig sind, um die Stammdaten eines Unternehmens effektiv zu einzupflegen, zu normieren und zu verwalten. Dieses „System of Record“ ist eine zentrale und übergreifende Instanz, die als Referenzdatenbasis dient. Zu den Stammdatenobjekten eines Unternehmens gehören unter anderem Kunden, Mitarbeiter, Lieferant etc. Operative Daten, zum Beispiel Transaktionen wie Bestellungen, gehören allerdings nicht dazu. Die Relevanz der Vernetzung von Kunde, Lieferant, Ort und Referenzdaten mit dem Produkt ist im Omnichannel-Commerce die wichtigste Komponente für dauerhaften Erfolg.

 


 

MAM (Media Asset Management)

Während Produktinformationen digitale Beschreibungen eines realen Produktes sind, existieren parallel Media Assets. Hierbei geht es um digitale Inhalte wie Textdokumente, Verträge, Audio, Video oder Bilder. Auch zu ihnen gibt es relevante Informationen, die in einem Digital Asset Management System (DAM) effektiv und zentral verwaltet werden können. Ein DAM ist also ein Content Management System (CMS). Spezielle Varianten eines Digital Asset Management Systems konzentrieren sich allgemein auf Medien wie Bild, Ton und Video. Sie werden Media Asset Management (MAM) oder Video Asset Management (VAM) genannt. Ihre Stärken sind die Visualisierung vorhandener Inhalte und die detaillierte Auswertung der Nutzung.

Die Grenzen zwischen DAM, MAM und VAM verschwimmen allerdings immer mehr. Am gängigsten ist der Begriff MAM.

 


 

Product Data LifeCycle Management (PDLM)

Anlehnend an das Product LifeCycle Management beschäftigt sich das Product Data LifeCycle Management (PDLM) mit der Herausforderung, Produkte entlang ihres Lebenszyklus mit den relevanten Daten für Kommunikation, Touch Point übergreifende Publikation, Vertrieb, Steuerung etc. optimal anzureichern.

Technischer Fortschritt, beschleunigte und hoch vernetzte Kaufprozesse, steigende Kundenansprüche und gesetzliche Vorgaben erfordern immer umfangreichere Produktdaten – qualitativ wie quantitativ. Die Wahrnehmung einer Marke wird durch die an allen Touch Points eingesetzten Produktdaten massiv beeinflusst. In der Industrie sind reichhaltige Produktdaten, auch getrieben durch Globalisierung, Kundenvorgaben und verschärfte Gesetzgebung, schon lange Kernbestandteil der Produktkommunikation.

Datenmanagement und Infrastruktur gehen Hand in Hand
Gerade im Retail sind heute neben Preis und Sortiment, befeuert durch hohe Transparenz im Onlinehandel, und „informationsverwöhnte“ Kunden, hochqualifizierte und inspirierende Produktdaten ein entscheidender, vielfach unterschätzter Umsatztreiber und Retourensenker. Neben den Daten ist eine zeitgemäß orchestrierte IT (PDM, ERP, MAM, PIM / MDM, CMS, Shop) entscheidend, die u.a. Pflegeprozesse, Internationalisierung und Omnichannel Ausleitung automatisiert unterstützt. Oft haben Unternehmen ihre Organisationsstruktur und IT-Infrastruktur noch nicht auf die heutigen, und zukünftig weiter wachsenden Anforderungen, umgestellt. Zumeist sind ineffiziente Prozesse mit hohem Ressourceneinsatz, inkonsistente Markenwahrnehmung und steigende Produktionskosten die Folge.

PDLM – umfassend, konsequent, nachhaltig
Das von PIM-Consult entwickelte Product Data LifeCycle Management (PDLM) ist der ganzheitliche Beratungsansatz, der Unternehmen befähigt, ihre Produktdatenstrategie von der Konzeption bis zum Kundenerlebnis konsequent umzusetzen und hierbei IT, Daten und Mitarbeiter nachhaltig weiterzuentwickeln.